LIEDER FÜR’S LEBEN

Integration

Träger/Initiator

Bezirkskantorat Tauberbischofsheim

Teilnehmer

10-15 SuS der Förderschule mit Sprachdefiziten, Erziehungs-, Lern- o. Verhaltensstörungen

Kooperationspartner

Christopherus Förderschule TBB: Ort der Durchführung, unterstützende Lehrkraft


Projektbeschreibung

Singprojekt als Bildungsangebot für Förderschüler

An dieser Förderschule liegt der Anteil der SuS mit Migrationshintergrund bei 60%, sie kommen aus der gesamten Umgebung hierher. Die SuS kommen vor allem aus russisch-stämmigen Familien, aber auch aus dem Kosovo, der Slowakei und Griechenland, oft finanziell schwach. Die SuS haben keinerlei Musikunterricht, auch die Eltern haben keinen Sinn für Musik als "Fach" oder Bildungsangebot. Das Projekt möchte den TN ihr "erstes Instrument", die Stimme, bewusst und vertraut machen. Durch Lieder, die sie durch das Jahr begleiten, soll ein kultureller Grundstock gelegt werden; sie sollen ihre Talente entdecken, zum aktiven Musikhören angeleitet werden und sich trauen, ihr emotionales Erleben in gestalterische (Malen) und körperliche Bewegung (Tanz) umzusetzen. Das schöne und gemeinschaftsstiftende Phänomen von Musik und Gesang zu spüren soll zu Toleranz und gegenseitigen Achtung verhelfen.

Die SuS können sich freiwillig für das Projekt melden und beteiligen. Es findet mittwochs in der 1. Stunde als Chorstunde in der Förderschule statt, zu dieser Zeit haben die Kinder KEINEN regulären Unterricht. Es werden Stimmübungen gemacht, um (erstmalig) die Stimme auszuprobieren und zu

merken, dass man sie "steuern" kann. Hörübungen sollen sensibel machen für die Verbindung von Hören und Singen. Jede Woche wird ein neues Lied gelernt (Papageien-Methoden) mit Variations-Methoden zur Wiederholung. Die Liedtexte werden geklärt und reflektiert. Die TN lernen grundlegende Lesetechniken von Musiknoten wie Linien, Schlüssel, Takt, Tonhöhe, einfache Noten, Pausenwerte und Text. Es werden kurze Abschnitte á 3-5 Min. von Werken bedeutender Komponisten gehört und im Gespräch das Gehörte und die Wirkung reflektiert. Die TN lernen, Instrumente zu hören/ zu erkennen, Instrumente werden auch in die Chorstunde mitgebracht und dürfen ausprobiert werden. Die TN malen zu Liedern malen und entwickeln zu Hörwerken kleinere Tänze in der Gruppe. Das Erlernte wird beim Schulfest bzw. Weihnachtsgottesdienst eingebunden. 1 Musikpädagogin und 1 Assistenz leiten das Projekt an. 1 Lehrkraft der Förderschule begleitet es disziplinarisch (ohne Honorar). Der Bezirkskantor unterstützt stundenweise (ohne Honorar), das Kantorat stellt Liederbücher, Chormappen, Instrumente und CDs als Leihgabe zur Verfügung. Projektfortführungen sind immer pro Schulhalbjahr bzw. ein ganzes Schuljahr möglich.