Eine Dreiländeroper - opera3

Träger/Initiator:

Musikschule Lörrach, Audiorama
Frau Petra Faißt
Lagerhausstraße 27
79106 Freiburg
Tel.: 0761/55 73 960, Mobil: 0162/98 10 303
petrafaisst [at] googlemail [dot] com
http://www.audiorama.org/

Teilnehmer:

Kinder und Jugendliche aus dem Dreiländereck. Ton- und Musikwerkstätten: 8-10 Schulklassen mit Schülern von 9-20 Jahren, Schreibwerkstätten: mind. 3 Klassen (1-2 pro Land)

Kooperationspartner:

Burghof Lörrach; Théâtre La Coupole, St. Louis; Le Triangle, Huningue; Ostquai, Basel; Schulen, Musikschulen, Musikakademien, Kulturämter, Stadtbibliotheken, Volkshochschulen, Museen, Kultur- und Altenzentren im Dreiländereck (TN-Aquise und Aufführungsorte)

 


Projektbeschreibung

Länderübergreifende Klang- und Schreibwerkstätten für 350 Jugendliche im Dreiländereck Deutschland – Frankreich – Schweiz im Rahmen eines Multimediaprojekts mit elektronischer und Live-Musik, Gesang, Sprache und Video.

Eine Dreiländeroper ist ein Multimediaprojekt mit elektronischer und Live-Musik, Gesang, Sprache und Video, das in Deutschland, Frankreich und der Schweiz mit jeweils einem abendfüllenden Akt gespielt wird. Gegenstand des Projektantrags sind Klang- und Schreibwerkstätten, die an Schulen, Musikschulen, Musikakademien und Volkshochschulen im Dreiländereck für ca. 350 Kinder und Jugendliche durchgeführt werden. Sie finden im Rahmen des Unterrichts statt, in AGs, Projektwochen oder an Ereignistagen und befassen sich mit: 1. Musik und Klang (elektroakustische Konzerte, Klangmanipulation an Mischpulten, Aufnahmetechnik, Gesang, Musik mit Gegenständen, Gehörschulung): Hier werden die Teilnehmer an die Wahrnehmung und klangliche Bearbeitung von Umweltgeräuschen sowie an die musikalische Praxis herangeführt. Es werden Töne, Stimmen, Gesang, Kommentare, Musik und Klänge aufgenommen und auf ein leicht bedienbares Mischpult gelegt. Die Kinder lernen, die Töne zu manipulieren, im Raum zu verschieben und zu einer musikalischen Collage zusammenzufügen.

2. Schreiben (kreative Schreibübungen, Abbau von Hemmnissen, Finden des eigenen Stils, Schulung von Ausdruck und Sprache): Die zweisprachigen Schreibwerkstätten fördern ein Verständnis von Sprache, das nicht unbedingt auf das direkte Verstehen und damit verbundenen Leistungsdruck zielt, sondern die Poesie und Laute einer Sprache entdecken lässt. Bei den Schreibwerkstätten wird versucht, das eigene Empfinden und Wahrnehmen einer „Landschaft“ in Worte zu fassen, die sehr persönlich sind. Die in den Schreibwerkstätten erstellten Texte fließen teilweise in das Libretto einer später aufgeführten Dreiländeroper ein.
Die Werkstätten erstrecken sich über einen Zeitraum von 10 Wochen und münden in Schul- und Familienkonzerte und -lesungen, die auch bereits grenzübergreifend stattfinden sollen. Im Anschluss an das Projekt folgt im Juni 2010 eine weitere 3-tägige Projektphase, in der die Gruppen zu einem trinationalen Konzert zusammengebracht werden und im Rahmen der Dreiländeroper zusammen mit weiteren Künstlern vor größerem Publikum auftreten. 15,9% der Einwohner Lörrachs haben einen Migrationshintergrund. Das Projekt läuft von November 2009 bis März 2010. Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt das Projekt mit einer Fördersumme in Höhe von 3.500 Euro.